EXPRESSLIEFERUNG VON ERSATZTEILEN SPART DEM KUNDEN MEHR ALS $300.000 STILLSTANDSKOSTEN

Eine schwarze Nacht in Baton Rouge

Die Stupp Corporation stellt ein umfangreiches Angebot von Stahlrohren nach Sondermaßen her. Am 19. September 2012 um 2 Uhr morgens erhielt Stephen Doyle, Service-Manager bei Konecranes, einen Anruf über den Totalausfall des 54-Tonnen-Brückenkrans im Coil-Hallenbereich des Wickelröhrenwerks des Unternehmens. Die Ursache des Unglücks konnte nicht festgestellt werden, doch das Ergebnis war klar. Der Hubwerkrahmen war erheblich beschädigt und der Kran völlig inoperabel.

„Dieser Kran ist für den Betriebsablauf entscheidend. Er lädt 40-Tonnen Stahl-Coils in die Rohrherstellungsmaschine und ist der Anfangspunkt der Produktion des Werks“, sagte Doyle. Das Konecranes Team inventarisierte die Teile, die zur Reparatur des Krans erforderlich waren: ein Lagergehäuse und drei von vier Seitenplatten, an denen die Trommel befestigt ist. Das Drahtseil wurde zerstört, doch es konnte ermittelt werden, dass das Getriebe noch brauchbar war. Die Lieferzeit wurde als sechs bis acht Wochen eingeschätzt.

Die Mannschaft von Stupp führte Notreparaturen durch, die jedoch von den Sicherheitsbeauftragten nicht genehmigt wurden, da der Kran in erster Linie zum Heben von 40-Tonnen Stahl-Coils verwendet wird. Sie befanden sich in einer Sackgasse.

Eine vorläufige Lösung

Stupp benötigte eine Zwischenlösung bis zum Erhalt der bestellten Ersatzteile. Nach Greg Newman, Einkaufsleiter von Stupp, erarbeitete die Mannschaft als Notlösung einen Arbeitsablauf mit Gabelstaplern. „Das war nicht ideal, weil dafür eine sehr schwere Maschine mit einer 40 Tonnen Stahl-Coil einen Boden befuhr, der für diese Last nicht ausgelegt war“, sagte Newman. Für diese Methode war mehr Personal, Zeit und Geld erforderlich. „Wir mussten Leute von anderen Jobs abziehen, was dann als Überstunden bei anderen Projekten auftrat“, sagte Newman. Er schätzte die zusätzlichen Betriebskosten für die Umgehung mit dem Gabelstapler auf $15.000 pro Tag, da sich diese Arbeit normalerweise in zwei bis drei Stunden erledigen ließ, statt in fünf oder sechs.

Für den Kunden an die Grenzen gehen

Stephen Doyle wusste, was auf dem Spiel stand und appellierte an die Spitze der Konecranes Ersatzteileorganisation, die benötigten Teile so schnell wie möglich zu erhalten. Der Auftrag wurde am 25. September aus Finnland verschifft und der Kran war am 12. Oktober wieder betriebsfähig. Die Wertschätzung für die schnelle Reparatur führte seither zu wesentlich mehr Stupp-Folgeaufträgen für Konecranes.